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der Gruppe bildender Künstlerinnen
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Monika Möller mit Skulpturen auf der Landesgartenschau in Rietberg
Monika Möller im Schlosspark (Kunstmarkt)
 
EIN-SEH-BAR
KUNST NADELT NICHT
OFFENE ATELIERS LIPPE
BRÜGGER: DER KATALOG
STRUCK IN KROATIEN & IM ART KITE
BELOW: DIE REDE
IMPRESSUM

Auch im Jahr 2009 ist Monika Möller mit Skulpturen im Gartenschaupark Rietberg vertreten.

Landesgartenschau

Weiteres siehe:
www.lgs-rietberg.de
Dort ist der Skulpturenflyer als Download unter "Führungen" zu finden.

 

A

Monika Möller im Schlosspark (Kunstmarkt)

Titel "Zelle"
Material: Anröchter Dolomit
Gewicht: ca. 3,5 Tonnen
Maße: 4 Krustenplatten, je ca. 150 x 250 x 10 cm
Außenmaße: 150 x 150 x 250 cm

Mein Kunstobjekt die "Zelle" ist eine begehbare Raumskulptur, die ich speziell zum Thema Standortwechsel (von drinnen nach draußen) für den Schlosspark vor der Stadthalle Detmold (siehe Visualisierung) konzipiert habe. Die "Zelle" ist ein archaischer Quader aus massiven Krustenplatten (Anröchter Dolomit), der dem Betrachter auf mehreren Seiten die Möglichkeit zum Reingucken, Reingehen, Rausgucken, Rausgehen, Durchgucken etc. bietet. Die Innenwände der Skulptur haben eine glatte, graue, tafelartige Oberfläche, die den Besucher zur Aktion anregen sollen. Im Innenraum liegen Kreide und Steine bereit, mit denen gemalt oder geschrieben werden kann. Das Kunstwerk lädt so spielerisch zum spontanen Standortwechsel vor Ort ein.

 

ein-seh-bar
im art kite museum in detmold

   

mit der Ausstellung 10 x 10 x 10
vom 09. März – 13. Mai 03
im art kite museum • Charles-Lindbergh-Ring 10 • 32756 Detmold


Ein-Seh-Bar: Künstlerinnen-Archiv OWL
präsentiert Arbeiten von Künstlerinnen aus OWL an zentralen öffentlichen Orten. Interessierte erhalten Einblick in die Vielfalt des Schaffens von Künstlerinnen aus der Region.
Einladung zur Eröffnung am 9. März um 11.30 h im art kite museum:
Musik: Femal Affairs
Begrüßung: Inga Beyer, art kite museum
Regina Pramann, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Lippe
Einführung: Dr. Irene Below, Kunsthistorikerin und Mitinitiatorin der "ein-seh-bar"
Musik: Female Affairs
http://www.frauenkunstforum-owl.de

 




Eine Kunstladen-Aktion* der Gruppe bildender Künstlerinnen pickArt 
in der ehemaligen Filiale der Volksbank Detmold am Wallgraben/Ecke Bruchstr.
Eröffnung des Kunstladens 1.Dez. 16.00 Uhr
Dauer 1. – 21. Dez. 2002

Mo.-Fr. 15. – 19.00 Uhr
Sa. 11.– 18.00 Uhr
* in Zusammenarbeit mit der Volksbank Detmold und der Detmold Marketing GmbH

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Viele Künstlerinnen von pickArt nahmen an den offenen Ateliers Lippe 2002 teil.
www.offeneateliers-lippe.de

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ELISABETH BRÜGGER
"BRUSTKORB"

DER KATALOG
Dokumentation der Arbeiten Elisabeth Brüggers zum Thema „Brustkorb“
ab Juli für 9,– Euro zu beziehen über www.2xbruegger.de oder www.institut-lemgo.de
Mehr über den Katalog und die Arbeiten Elisabeth Brüggers erfahren Sie unter:
www.2xbruegger.de

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Neues von Struck

Mit Ihrer Arbeit "Fehlkonstruktion IX"(oben) ist Ulrike Struck auf dem "International Festival of Postmodern Ceramics" Varazdin - Croatien vertreten.

Die Arbeiten Fischfrau, Winterfrau (rechts) und die 2. Haut sind bis auf weiteres im art kit museum, Detmold zu sehen.

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Impressum:

 Diese Seiten wurden von Christel Linkerhägner für das Internet gestaltet



CHRISTEL LINKERHÄGNER
Lagesche Str. 56 • 32756 Detmold • Fon & Fax: 05231/35394
www.linkerhaegner.de
e-mail: info@linkerhaegner.de

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Die Rede von Dr. Irene Below
Unkraut vergeht nicht - Kunst im Treibhaus - 10 Jahre pickart
Eröffnung der Ausstellung am 29. 9. 2001,
Detmold Pivitsheide Bielefelder Str. 409

Ich freue mich, daß ich mit feiern kann, denn 10 Jahre ist eine stolze Zeit für eine Künstlerinnengruppe, auch wenn sie sich immer wieder partiell erneuert hat.

Die interessante Arbeit, die die Gruppe hier in der Region macht, hat mich dazu gebracht, sie schon 1995 und jetzt zum zweiten Mal für den Kulturpreis des Landesverbands Lippe vorzuschlagen. Meine kurzen Begründung will ich hier vorlesen, um drei wichtige Punkte zu charakterisieren, die für mich das besondere an der Gruppe ausmachen:

"Aus den Materialien der Gruppe Pickart können Sie sehen, daß die Künstlerinnen gerade in den letzten Jahren vielfältige Aktivitäten und Ausstellungen durchgeführt haben und ihre künstlerische Qualität erheblich steigern konnten. Charakteristisch sind für sie Phantasie und Witz und die Fähigkeit, in unterschiedlichen Orten in Lippe zur Partizipation an künstlerischen Projekten zu motivieren.
Ebenso bedeutsam erscheinen mir aber auch die politische Sensibilität der Gruppe und das Vermögen, mit künstlerischen Strategien nicht bewältigte Probleme anschaulich zu machen - beispielsweise die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in neuartiger Weise wachzuhalten.
Bemerkenswert finde ich auch, daß die Gruppe in Lippe ganz unterschiedliche neue Kunstorte entdeckt bzw. schon vorhandene neuartig bespielt. Von der wachsenden Anerkennung zeugen die vielfältigen Ausstellungen auch über die Grenzen der Region hinaus, wodurch sie zugleich zu einem Markenzeichen und zu kulturellen Botschafterinnen für Lippe geworden sind.
Durch all dies ist erwiesen, daß Pickart "für Lippe eine hervorragende Leistung auf kulturellem Gebiet erbracht" und daß ihr "Werk für den hiesigem Raum Bedeutung erlangt" hat. Mit einer Berücksichtigung als Preisträger des diesjährigen Kulturpreises könnten Sie die Aktivitäten der Gruppe angemessen berücksichtigen."
Noch habe ich keine Antwort erhalten.

Zwei Punkte habe ich in dem Schreiben nicht benannt. Sie sind mir aber wichtig, auch wenn beide vielleicht die Preischancen gemindert hätten, denn sie sind - zumindest in der regionalen Kunstszene - eher etwas anrüchig:

1. In der Gruppe arbeiten Künstlerinnen, Kunsthandwerkerinnen und Kunstpädagoginnen - häufig projektbezogen - zusammen. Dies ist "anrüchig", weil die aus dem 19. Jh. stammenden Hierarchien zwischen den Kunstgattungen dazu führen, dass viele Künstlerinnen und Künstler sich möglichst als "freie" Individuen präsentieren und weder durch Gruppenzugehörigkeit noch durch die Berührung mit den "angewandten" Künsten oder weniger professionell ausgebildeten Künstlern "kontaminiert" werden wollen. Pickart setzt dagegen auf die Vielfalt der Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten und stellt damit die herkömmlichen Paradigmen im Kunstbetrieb infrage. Damit benutzen die beteiligten Künstlerinnen ästhetische Strategien, wie sie in der zeitgenössischen Kunst gerade von besonders innovativen und anerkannten Künstlerinnen und Künstlern verfolgt werden.
2. Die Künstlerinnen haben immer wieder mit Sachverstand und Witz die besondere Situation und auf die besonderen Fähigkeiten von Frauen im Allgemeinen und von Künstlerinnen im Besonderen aufmerksam gemacht. Gleichzeitig demonstrieren sie als Gruppe, wie unterstützend und erfolgreich Frauen zusammenarbeiten können. Auch dies ist "anrüchig", weil sie damit immer wieder die implizite Benachteiligung von Frauen im Kunstbetrieb sichtbar machen und damit "in den Ruch" kommen "feministisch" zu. Und das ist im Kunstbetrieb und vor allem auf dem Kunstmarkt bis heute schädlicher als im Wissenschaftsbetrieb.

In meinen Augen sind beide Strategien sind feministisch, da sie herkömmliche Paradigmata und Geschlechterzuschreibungen in Kunst und Gesellschaft thematisieren, dadurch durchschaubarer machen und in Bewegung bringen.

Doch nun zur heutigen Ausstellung und zu ihrem Titel

Mit dem Rückgriff auf die alte Bauernregel "Unkraut vergeht nicht", wollen die Künstlerinnen offenbar andeuten, dass sie selbst vielleicht Unkraut sind - oder zumindest ihre Kunst, die sie nun im Treibhaus züchten.

Ich habe mich erinnert, wie irgendwann im Zuge der Ökologie-Bewegung in den 70er Jahren aus Unkraut, dem "schlimmen" Kraut, das "Wildkraut" wurde, von manchen auch "Beikraut" genannt... Und wie es zu einer grundlegenden Umwertung kam und zu köstlichen Rezepten, neuen Vorschlägen für die Gestaltung des Biogarten usw. Und dann habe ich unter Unkraut in Lexika, Gartenbüchern und Kochbüchern nachgesehen. An einigen dieser Lesefrüchte möchte ich Euch, liebe Pickart-Frauen teilhaben lassen:

dtv-Lexikon, 1997
"Unkräuter - kräutige Pflanzen ohne wirtschaftlichen Wert auf Kulturland; sie sind stark vermehrungs- und regenerationsfähig und haben eine hohe Lebenskraft..... Da eine Reihe von Unkräutern nur auf bestimmten Böden gedeihen, kann zuweilen aus dem Unkrautbestand auf die Standortverhältnisse geschlossen werden"
(letzteres auf die Gruppe angewendet ist sicher interessant für die Region Lippe)

Marie Luise Kreuter, Der Bio-Garten, München 1981
In diesem Werk beginnt auf S. 42 ein langes Kapitel: "Unkraut - ein großes Mißverständnis". Daraus kann ich hier leider nur die Anfangssätze zitieren:
"Wo jeder ‚Schädling' seine guten Seiten ha, da kann auch das ‚Unkraut' kein Teufelszeug sein. Im Gegenteil: Es gehört zu den nützlichsten Pflanzen, die im Garten wachsen! Und es bietet sogar all seine guten Eigenschaften umsonst an. Bei Licht betrachtet: Es gibt überhaupt kein Unkraut. Es gibt nur Wildkräuter. Und diese Kräuter aus den unerschöpflichen Beständen der Natur gedeihen nur dort, wo sie Bedingungen vorfinden, die ihnen behagen. Jeder Gärtner hat also das Un-Kraut, das er verdient..."

Für mich war der Titel "Unkraut vergeht nicht" ein Lichtblick in den durch die Anschläge in den USA verdunkelten letzten Wochen. Anstelle der Abgrenzung von "gut" und "böse, von "Zivilisation" und "Barbarei" und anderen Dualismen in den Reden der Politiker und in den Medien geht es hier nicht um die Abgrenzung von "Kraut" vom "Unkraut". Der Rückgriff auf die alte Bauernregel und die spielerische Identifikation mit dem "Unkraut" stellt solche Abgrenzungen vielmehr grundsätzlich infrage. Das finde ich höchst aktuell.

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